A la page d’Hyères encore une fois

Heute war unser letzter Tag in der Provence und nicht mehr ganz so warm wie die letzten Tage. Es waren „nur noch“ 25 Grad, und wir wollten einfach nur noch entspannt an den Strand. Nochmal an den Strand von Hyères, an dem wir vor vier Tagen schon waren.

Als wir ankamen, haben wir uns schon etwas gewundert, warum so wenige Autos hier parkten. Also haben wir geparkt und sind auf die kleine Düne und dann war’s klar: Es war sehr windig, es gab sehr hohe Wellen, die ein gemütliches Baden unmöglich machten, und ausserdem war Flut und unser Strand quasi unter Wasser. Damit war das Sonnenbaden auch hinfällig. Dafür hatten die Kite Surfer ihr Paradies gefunden und rannten das südliche Ende des Strands ein wie so manche Leute einen Wühltisch zum Sommerschlussverkauf. 

Tja, was jetzt? Wir waren kurz ratlos und dachten uns dann: Lass mal auf die andere Seite gucken, da drüben is ja auch Meer. Also sind wir einmal um die Salinen herum gefahren und dann in echt süsse Ecke von Hyères gekommen, namens La Plage (der Strand). Das ist kleine Siedlung in einem Pinienhain mit schmalen, teils buckligen Strassen und Sandfusswegen, mit schicken Häuschen, die vor allem bei Einheimischen war, denn hier gab es wenig Touristen. Und hier, in der Siedlung, habe ich mein neues Lieblingsstrassenschild entdeckt: Accès Mer (dt. wortwörtlich „Meerzugang“, sinngemäß Strandzugang). 

Und einer der vielen Accès Meer führte über einen versandeten Brettersteg durch ein kleines Pinienwäldchen zur einer ruhigen Badebucht ohne vielen Besuchern, dafür mit schicker Aussicht auf eine Insel und einige Yachten am Horizont.

Es gab Sand, flaches, glasklares, dunkelblaues Wasser mit erfrischendem Badewannenfeeling. Der Wind rauschte in den Pinien und sorgte für etwas kühle, ein traumhafter Strand für den letzten Tag in Frankreich. Das einzig Doofe war der Wind, der immer mal von der Seite kam, uns eine schöne Ladung Sand auf die Haut schmetterte und so für ein kurzes Peeling sorgte. Und wir waren regelmässig damit beschäftigt, unser Strandlager zu entsanden. Selbst am Abend habe ich noch Sand aus der Ohrmuschel gepuhlt… 

Trotz allem Sand war es ein traumhaftes Gammeln und Rösten an diesem wunderbar ruhigen Strandparadies. Unser letzter Nachmittag bestand aus Lesen, Entspannen, Planschen, Seele Baumeln lassen. Als es dann Zeit war, wieder auf unseren Berg zur Fewo zu juckeln, hätte ich am liebsten den ganzen Strand mit seinen Pinien, Sand, Meer, Ausblick und Wind mitgenommen. So richtig weg wollte ich da nicht, nur schweren Herzens.  Aber wat muss, dat muss. 

Zum krönenden Abschluss unseres Provenceurlaubes haben wir abends   mal nicht gegrillt, ohoo, sondern Pizza bestellt. Aber die haben mich nicht so richtig verstanden und umgekehrt auch nicht. Da wussten wir nicht, was wir kriegen, und ob überhaupt. Das Ende vom Lied war, dass es gegen 8 Uhr (wie ausgemacht) an der Einfahrt zur FeWo hupte, die Pizzabotin war da und mit den richtigen bestellten Pizzen. Wahnsinn, also muss ich ja doch was richtiges gesagt haben. Es gab sehr viel Käse und es war einfach nur lecker, auch mit den letzten Gläsern Rosé. 

Tags darauf sind wir wieder zurück gefahren, wieder den Popo flach gesessen, und dieses Mal richtig, dafür im strahlenden Sonnenschein, genau wie viele andere Franzosen, Engländer, Holländer, Deutsche und ein paar Schweizer. Zwischendrin kam mal ein Stau, dann ein langer Stau, dann wenig Regen, dann noch ein Stau, viel Regen, und ein Regenbogen und dann Regen. Als wir nach 9,5 Stunden (inkl. Pipipausen) in Zürich ankamen, war es regnerisch und 13 Grad kalt. Und ich wollte direkt wieder in den Süden… 

Alles in allem war unser Provenceurlaub einfach noch n Ticken entspannter als der in der Toscana. Unsere FeWo lag einfach in den idyllischen Hügeln eines Kaffs im Hinterland, wo es jeden Abend eine unglaubliche Ruhe und einen malerischen Sonnenuntergang (und viele Mücken) gab.

Vor allem haben mir die kleinen Städte mit ihren süssen Gassen, den pastellfarbenen Häusern, kleinen Balkonen, und bunten Fensterläden und Türen gefallen. Auch das quirlige Leben, das sich auf den Strassen abspielte, was unter anderem für mich das Frankreichfeeling ausmacht. Und ich persönlich habe mich mit meinem Französisch gut durchschlagen können. Lukas meinte, ich hätte mit der Vermieterin gut geschnattert. Irgendwann kommen wir bestimmt nochmal in die westliche Ecke der Provence und schauen uns mal die Lavendelfelder an. Die waren bei uns schon abgeerntet. Egal, die Provence hat einfach ihren Charme, auch ohne lila Blüten.

PS: Übrigens kann man in den Supermärkten der Provence echt guten Rosé kaufen, mit allerlei Geschmacksnuancen. Wir sind mit so sieben Flaschen zurück gekommen, plus noch die Mitbringsel für unseren Büsisitter (Katzensitter).

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