Dadadadadam – New York, New York, NEEEW YOOORK!!

Irgendwie hab ich einen Ohrwurm von Frank Sinatra… Keine Ahnung, an was das liegt. Wir sind jedenfalls heute Morgen pünktlich um 6 Uhr am Flughafen JFK gelandet, nach 4,5 Stunden Flug und höchstens zwei Stunden Schlaf. Mit der morgendlichen, vollgestopften Rush-Hour-Subway ging’s mitten in die Stadt, nach Midtown, wo wir unserer Wohnungsvermieterin unsere Koffer abgegeben haben und uns dann durch die hohen Wolkenkratzerstraßen haben treiben lassen.

Es war ein Gewusel auf den Straßen, an der 8. Straße sind die Ampeln ausgefallen, der Verkehr wurde mit Polizisten geregelt und an den Ampelsäulen (an JEDER Kreuzung, mehrere Blocks) standen immer vier Technikerbullis, die versucht haben, das Ampelchaos zu reparieren. Aber die New Yorker haben sich davon wenig beeindrucken lassen. Die Autos fuhren, wenn es ging, die Passanten gingen, wenn der Verkehr stoppte, was recht häufig war. Dazu wimmelten Geschäftstüchtige von einem Kaffeeladen in die Hochhäuserschluchten, Touristen wurden von Animateuren angesprochen, doch eine Sightseeingtour zu machen (jap, wir auch), aber ich hatte dafür gar keinen Nerv, denn ich hab erst mal die Stadt eingeatmet und genossen! Es ist großartig! Als ich aus der Penn Station kam, war ich von New York sofort hin und weg! Was vielleicht auch daran lag, dass mein erster Blick auf’s Empire State Building fiel. Wahnsinn!

EPSB

34 th

34 th

Endlich New York: Als eingefleischter Friends-Fan bin ich nach mehrfachem 10 Staffeln gucken sowieso auf diese Stadt geeicht. Ich hab so viel von der Stadt gesehen, in Filmen und Serien, bin aber noch nie da gewesen und jetzt auf einmal ist es soweit! Ich kann’s immer noch nicht begreifen! Ich hab meinen Freund den ganzen Tag wie ein kleines Kind auf Zucker genervt: „Wir sind in New York, Wir sind in New York!“ Und gestern waren wir im Grand Canyon, heute in New York! Krasskrassgeilomat!

Weil wir vom Flug und Nichtschlaf echt platt waren, haben wir einen langsamen Start hingelegt, um die Stadt kennenzulernen: Wir sind die 42th Street gen Osten, am Times Square mit seinen überdimensonalen Leuchtreklametafeln vorbei und haben etwas Broadwayluft geschnuppert.

Times Square am Tag

Times Square am Tag

Dann sind wir im wunderschön angelegten Bryant Park in der Sonne versackt und eingedöst. Der Park ist echt eine kleine Perle zwischen 42th und 41th Street, nicht groß, aber mit ein paar Coffee Shops und von grandiosen Hochhäusern aus verschiedenen Epochen umrahmt. Von der 42th hat man auch einen tollen Blick auf das Empire State Building. Und nur am Rande: Am Bryant Park gibt’s die saubersten öffentlichen Toiletten, die ich je gesehen hab, mit frischen Blumen, klassischer Musik und sehr hygienischen Bedingungen!

Bryant Park

Dann ging’s weiter auf der 42th Street vorbei an der National Public Library bis zur Grand Central Station. Ich sag nur: UIHUIHUIH!!! Alter Falter, was ein schickes Teil! Das kommt mit all dem Maor und der wunderschönen Decke in den Filmen nie so rüber, aber es haut einen echt um, wenn man Ameisengroß in der großen Halle steht und an die Decke starrt.

Grand Central Station

Grand Central Station

Nur einen Block neben der Grand Central Station schießt das Chrysler Building in die Höhe und überragt mit seiner verchromten Spitze und Wasserspeihern alle umliegenden alten Wolkenkratzer. Das Tolle an New York ist, dass es hier so viele schöne alte Hochhäuser gibt und die modernen Bauten sich wirklich einfügen. Und man kann wirklich die ganze Zeit nur nach oben und hier und da in die Seitenstraßen glotzen. Das nimmt kein Ende!

Chrysler Building

Chrysler Building

Unser eigentliches Tagesziel war der Central Park, also sind wir wieder zur Fifth Avenue gelaufen, ja genau die fette Einkaufsstraße, wo sich alle Fashion Designer wie an einer Perlenkette aufreihen. Wir haben aber lieber bei der St. Patrick’s Cathedral und dem Rockefeller Center gegenüber Halt gemacht. Leider ist die Kathedrale noch im Bau, mit vielen Gerüsten, innen und außen, aber selbst die wenigen Fenster, die unverhüllt sind, sind traumhaft schön. Und am Rockefeller Center gegenüber hat man die berühmte Statue, die vor der Kathedrale niederkniet. Oder vor dem Center?!

St. Patrick's Cathedral

St. Patrick’s Cathedral

Rockefeller Center

Rockefeller Center

Nach den üblichen Touri-Fotos ging’s weiter über die Fifth, und die Park Ave bis zur Lexington und dann direkt vorbei an Radio City Music Hall, die von außen echt unscheinbar wirkt, und dann direkt ans Südende vom Central Park. Hier wurden wir zig mal gefragt, ob wir nicht eine Pferdekutschentour für „NUR“ $50 machen wollen. Aber nee, lass mal! Mich wundert’s eh, wie die Pferde mit dem ganzen Krach und Gehupe klar kommen.

Kaum hatten wir den Central Park betreten, waren wir wie in einer anderen Welt, in einer grünen Oase mit rosa und weiß blühenden Kirschbäumen. Der Lärm der Stadt war wir gedämmt, ein leises Rauschen im Hintergrund. Die Hochhäuser, die den Park umrahmen, wirken wie Modelle und weit entfernt. Wir haben uns einfach treiben lassen und sind am Schachhäuschen in der Sonne versackt, wo ich gepennt bin, weil ich auf einmal todmüde war. Danach weiter ging’s über Dairy, dem Besucherzentrum, der Literary Lane und dem Brunnen mit Treppe, die man beide aus jedem New York Film kennt, zum Conservatory Lake, wo Kinder Motorboote über das in der Sonne glitzernde Wasser des angelegten Brunnens segeln lassen, ein Seifenblasenkünstler vergeblich versucht, große Seifenblasen in die Sonne fliegen zu lassen und fast jede Bank besetzt ist, weil die Besucher kurz entspannen wollen. Auch wenn der Park gut besucht war, so hatte ich nicht das Gefühl, dass es vollgestopft oder eng ist. Es war einfach schön und ruhig und entspannt. Kein Großstadtgewusel mehr.

CP 1

CP 2

Gleich neben dem Conservatory Lake steht die „Alice in Wonderland“-Statue mit Alice, dem Hasen und dem verrückten Hutmacher, auf die irgendwie fast jeder drauf klettert, egal ob klein oder groß (ja, auch ausgewachsene 50-Jährige machen das…). Um die Statue herum sind Steinplatten im Boden eingelassen, auf denen Zitate aus dem Buch stehen.

Statue of Alice in Wonderland

Statue of Alice in Wonderland

Dann sind wir weiter zum Met (Metropolitan Museum of Art) getümpelt, wo wir uns vor den Grand Lawn gesetzt und Leute beim Sport oder Picknicken beobachtet haben. Ein Gruppe Dreikäsehochs haben für Baseball trainiert und wurden wie bei der Armee angebrüllt, und ein paar Mädchen mussten hechelnd um den Great Lawn rennen, während ihr Trainer gemütlich im blauen 70-Jahre-Trainingsanzug hinterher schlappte. Einfach Super!

Gegen 17 Uhr ging’s dann endlich zur Wohnung, die wir über airbnd gebucht hatten. Unsere Vermieterin, eine echt supernette New Yorkern hat uns alles erklärt und noch ein paar Tipps gegeben. Dann haben wir noch eine Runde um den Block gedreht. Ist schon ne schöne Gegend hier, die Upper East Side, am East River, wo viele Hundebesitzer mit kleinen Fifis wohnen, und kleine Supermärkte frischen Blumen vorm Laden und Obstständen sorgen für bunte Flecken neben all den Pubs, Kneipen und Kiosken.

NY 2

Jup, du großer Apfel, du gefällst mir jetzt schon…

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