Mietwagen buchen

EnglishWenn man Kalifornien hört, denkt man doch gleich mal an Roadtrips entlang Palmen gesäumter vierspuriger Straßen, vorbei an Luxusvillen der Schönen, Reichen und Stars, vorbei an den Shoppingmeilen, hin zu den Stränden, wo easy gechillt und gesurft wird. Dann fährt man weiter entlang der Küsten, dem Sonnenuntergang entgegen, und hält an einem kleinen Diner in der Pampa. Weiter denkt man an den Fahrtwind, der einem durch die Haare weht, wenn man über die Golden Gate Bridge fährt, man denkt an die unendlichen Weiten in den Nationalparks, dass man mit seinem Auto an Riesengiganten von Bäumen vorbei fährt und sich wie bei Gullivers Reisen fühlt. Dass man die Interstate in der Sonne entlang heizt und „California, California – Heeere we coooohooome“ von Phantom Planet mitgrölt. Kurz: Man braucht unbedingt ein Fortbewegungsmittel.

Mietwagen

Um einen Mietwagen zu mieten, sollte man

  • mindest. 25 Jahre sein,
  • mindest. 1 Jahr den Führerschein und
  • eine gültige Kreditkarte haben.

Wer jünger ist, darf, wenn überhaupt, eh erst ab 21 einen Wagen mieten, aber dann fallen Young-Driver-Gebühren an. Und nicht jeder Anbieter lässt so junge Fahrer ans Steuer.

Wie auch schon beim Flüge buchen hilft alles nichts, außer Angebote zu vergleichen. Aber das Gute ist, dass es hierfür zahlreiche Portale gibt, die man einfach über Google findet. Ich habe für unsere Reise bei den Portalen holiday cars, sunny cars, mietwagenmarkt und billiger-mietwagen geschaut. Zusätzlich habe ich noch sämtliche Einzelanbieter wie Alamo, Hertz, Avis, National, Enterprise, Thrifty und Dollar gecheckt, wobei die letzten beiden Superbilliganbieter sind und es da nicht immer alles abgedeckt ist.

Mietwagen gibt’s in jeder erdenklichen Größe. Je mehr Personen mitreisen, desto mehr Gepäck muss mit und desto größer sollte der Wagen sein, wenn man denn länger unterwegs ist. Für manche von euch kommt vielleicht auch die Camper-Variante in Frage: Hier kann man einen SUV (Geländewagen) mieten, der genug Stauraum für Zelt, Schlafsack etc. bietet. Oder man greift gleich zur größeren Variante und mietet ein Wohnmobil. Wer also Spaß am Campen hat (was eine Hälfte von uns nicht hat), der wird sicherlich hier fündig.

Wir haben uns für das Portal billiger-mietagen.de entschieden, hinter dem nichts anderes steckt als der Reiseanbieter FTI. Weil wir auch mit großem Gepäck reisen, haben wir nach einem Mittelklassewagen gesucht. Ihr könnt eh nur die Mietwagenklasse und kein entsprechendes Modell buchen. Vor Ort kriegt man dann das passende Modell gezeigt, manchmal kann man es sich sogar noch aussuchen. Außerdem reisen wir zwei Wochen in dem Wagen rum, da wird kleiner Chevy schon mal eng. Wir hatten letztes Jahr in Portugal im Fiat 500 mit 1 Koffer, 1 mittleren Trolley, 1 Rucksack und 1 Handtasche Probleme. Daher brauchen wir dieses Mal eh mehr Platz und die Amis brauchen den an sich ja auch, ne? Ach, und egal, wo ihr schaut, so gut wie alle Mietwagen(-klassen), eigentlich alle, die ich gefunden habe, verfügen über eine Klima und Automatikgangschaltung.

Hier sind noch ein paar Tipps, die ihr bei der Suche und Buchung beachten solltet:

Eins vorab: Lest euch die Mietbedingungen genau durch. Da steht alles wichtige drin und hilft bei der Entscheidung.

Vollkasko

Nichts geht über eine Vollkasko, am besten ohne Selbstbeteiligung. In den Mietbedingungen steht auch, welche Versicherungen noch abgedeckt sind. Meistens sieht das so aus, dass diese Vollkasko über das Mietwagenportal abgeschlossen wird und nicht beim eigentlichen Autovermieter vor Ort. Falls also vor Ort was passiert, informiert ihr nicht nur den lokalen Vermieter, sondern auch das Mietwagenportal, das dann für die Kosten aufkommt (wahrscheinlich erst mal gegen Vorkasse). Lasst euch keine Zusatzversicherung vor Ort aufquatschen.

Unbegrenzte Kilometeranzahl

Die sind bei einem Roadtrip unerlässlich. Wenn man da noch anfängt, auf die Kilometer zu achten, geschweige denn dafür zu bezahlen, der kann sich ja gar nicht auf sein Abenteuer freuen.

Einwegmiete

Wenn man durch die Staaten fährt, ist es eher unwahrscheinlich, dass man seinen Mietwagen an dem Ort wieder abgibt, an dem man ihn angemietet habt. Bei den meisten Staaten fällt eine Einwegmiete an. Allerdings haben die Kalifornier gemerkt, dass viele Touris mit den Wagen nach Nevada (Las Vegas) und Arizona (Grand Canyon) rüber fahren, um das Auto dann irgendwo da oder ganz woanders in Kalifornien abgeben. Daher entfällt die Einwegmiete in Kalifornien und es fallen keine Gebühren bei der Grenzüberschreitung nach Nevada an.

Tankfüllung

Jetzt wird es etwas tricky: Anscheinend ist es in den Staaten so, dass man das Auto voll betankt übernimmt und auch wieder voll abgibt. Man kann den Tank auch leer abgeben, aber dann muss man eine hohe Gebühr im Voraus für das wieder aufzufüllende Benzin zahlen. Aber unter uns: Wer riskiert es denn, mit dem letzten Tropfen in die Mietwagenstation einzurollen? Man tankt also am Ende eh noch drauf. Allerdings gibt es seltene Angebote, bei denen eine sogenannte Gratistankfüllung inklusive ist und man quasi das Auto leer abgeben kann.

Zusatzfahrer

Der macht bei einem Roadtrip durchaus Sinn, weil man sich dann wunderbar beim Fahren abwechseln kann und an einem Tag vielleicht sogar ein Stück weiter kommt. Meistens kosten Zusatzfahrer ca. 10 Euro pro Tag extra. Das läppert sich bei mehreren Wochen Rundreise. Daher achtet am besten auf Angebote, die diesen Zusatzfahrer inklusive haben. Das gibt’s zum Beispiel bei billiger-mietwagen.de.

Stornierungsfrist

Wie bei jeder Buchung sollte man darauf achten, bis wann man günstig stornieren kann. Man weiß ja nie, was vorher passiert und daher sind anfallende Stornierungsgebühren einfach nur nervig und unnötig. Bei billiger-mietwagen.de kann man problemlos bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren.

Bezahlung

Auch bei der Mietwagenbuchung läuft ohne Kreditkarte! rein gar nichts. Über die wird die Bezahlung abgewickelt. Vor Ort wollen die Vermieter die Kreditkarte noch mal als Rückversicherung und für die evtl. Kaution sehen. Daher ist es gut, wenn die Kreditkarte der/mjenigen gehört, die/der die Buchung abschließt.

Internationaler Führerschein?

Braucht man den oder nicht?! Die, die wir gefragt haben, sagen „Nö“. Also, der internationale Führerschein ist keine Pflicht, sondern wird nur zusätzlich empfohlen. Falls man mal in eine Verkehrskontrolle kommt und der Polizist nichts mit dem deutschen Führerschein anfangen kann. Im Grunde ist dieser internationale Führerschein ein Papierschein, der in mehreren Sprachen erklärt, dass man einen Führerschein hat. Deswegen ist er nur zusammen mit dem nationalen Führerschein gültig. Den Papierschein gibt’s bei Vorlage des eigenen Führerscheins und eines Passfotos beim zuständigen Straßenverkehrsamt, kostet 15 Euro und ist drei Jahre gültig.

So, jeder kann ja nach seinen Bedürfnissen und seinem Budget ein Auto aussuchen und buchen. Ist einmal gebucht, bekommt man per Email eine Bestätigung mit sämtlichen Mietbedingungen und einem Voucher zugeschickt. Auf letzterem steht der lokale Autovermieter sowie die Uhrzeiten und Anmietstation. Den Wisch müsst ihr bei der Abholung dabei haben.

Navi

Bei Roadtrips durch die Staaten ist es nicht verkehrt, ein Navi mitzunehmen oder sich zu besorgen. Das geht auf mehreren Wegen:

  • man nimmt sein eigenes mit, falls es Karten für die Staaten hat
  • man leiht sich eins von Freunden oder Familienmitgliedern aus, das Karten für die Staaten hat
  • man lädt sich kostenlose Karten aus dem Internet runter
  • man installiert auf seinem Handy eine offline Map-App (Navigator)
  • man holt sich detaillierte Straßenkarten vor Ort (Touri-Infos, Tanken, ADAC oder AAA (wenn man ADAC-Mitglied ist))
  • man kauft sich ein Navi vor Ort (vielleicht gibt’s ein cooles Angebot)
  • man leiht sich eins vom Autovermieter vor Ort aus, aber das geht bei einer längeren Reise ins Geld

So ’n Navi ist halt schon praktisch. Diese kleinen Teile finden irgendwie immer den Weg, selbst in den schön angelegten Gitterstraßennetzen der Staaten ham die nen Durchblick.

Ich denke, man sollte sich im Westen der USA nicht nur die Städte anschauen, sondern sich auch die Gegend anschauen. Weil man den Weg zu den Nationalparks am besten mit dem Auto erreicht, lohnt sich sogar eine kurzzeitige Miete.

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