American Breakfast

Kurz: I love it! Normalerweise bin ich ja nicht so der ganz große Frühstücker. Mein Freund würde jetzt protestieren, weil ich in den Staaten wirklich jeden Morgen meinen gefüllten Kaffeepott und wenigstens eine Kleinigkeit zu Futtern gebraucht habe, um nicht unausstehlich zu werden. Aber das war auch in den Staaten und im Urlaub und da ist ja eh immer alles anders.

Aber bei den Amis (wie auch bei den Engländern) gilt: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Und für mich hat das so was von gestimmt. Mein Freund fand das Amerikanische Frühstück… ähm, nennen wir es gewöhnungsbedürftig. Deswegen hat er sich hauptsächlich an die süßen Backwaren gehalten. Aber ich bin in der Fülle der leckeren Köstlichkeiten aufgegangen. Wie ein kleiner Hamster, der seinen Wintervorrat aufstocken will, bin ich mehrmals zum Buffet gelaufen, falls wir Frühstück im Hotel hatten.

Das Amerikanische Frühstück ist vor allem eins: Reichhaltig und nicht gesund.
Es gibt Kaffee(wasser), Tee (schwarz), Saft(wasser), süße Kondensmilch in den Geschmackrichtungen Vanille oder Haselnuss, Milch (Voll oder Halbfett), Müsli in Form von (süßen) Corn Flakes und (gesüßten) Haferflocken, weiche süße Brötchen, weiches Brot, Butter, Marmelade, Muffins mit Schoki oder Obstbröckchen, Joghurt, warme Würstchen, knuspriger Speck, heißes Rührei, frische Waffeln oder Pancakes und Ahornsirup. Mit etwas Glück gibt’s noch richtiges Obst wie Orangen oder Äpfel. Ein Traum also! Wer Käse sucht, kann lange suchen, denn so was gibt’s nicht und allenfalls in der Form von Frischkäse, der wie ungesüßte (!) Sahne schmeckt.

Breakfast

Mein allererstes American Breakfast hatte ich in einem Denny’s mitten im Nirgendwo an der Route 1. Mein Freund wollte sich dem „All you can eat“-Pancake Menu stellen, um dann nach zwei Pfannkuchen aufzugeben, weil sie ihm nicht geschmeckt haben. Ihr müsst wissen, dass amerikanische Pfannkuchen nicht so süß wie unsere sind, dass mein Freund Pole ist und dass Polen seeeehr süß essen. Ich hatte ein Menu mit frischen Blaubeerpfannkucken, Würstchen, Speck und Rührei. Und das Beste an allem ist, wenn dieser Ahornsirup von den Pfannkuchen auf den ganzen Teller läuft und sämtliche Leckereien mit seiner Süße umhüllt! Rührei mit Würstchen in einem leichten Ahornsirupmantel, gebettet auf einem von Sirup durchtränktem Stück Pfannkuchen ist so was von superduper lecker! *yum* Mir läuft jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen und ich hab grad erst gegessen… Und das Zweitbeste war, dass ich mein Kaffee nachgeschenkt wurde!

In den Hotels bei den Nationalparks wurde der Pancake durch eine Waffel ersetzt, was jetzt nicht weniger leckerer war. Es war so gut, dass ich mir zweimal so ne Portion wie oben beschrieben geholt und vermümmelt hab, um dann bis nachmittags keinerlei Hunger mehr zu verspüren! Ein Traum! Und das Tolle war, dass man sich die Waffeln frisch selbst zubereitete, in solchen riesigen Waffeleisen, die man drehen muss, damit sich der Teig verteilt. Was aber nie klappt. Was aber auch egal ist, weil es einfach nur superlecker ist! Find ich.

Das absolut Coolste war eine Pancake-Maschine, die wir in Barstow am Frühstücksbuffet hatten. Die wünsch ich mir echt zum Geburtstag! Das ist so ein rechteckiger Kasten, an dem rechts eine Öffnung ist. Wenn man da reinguckt, sieht man ein kleines Fließband. Drückt man vorne den Start-Knopf, fängt das Fließband an zu laufen und keine 2 Minuten später fallen zwei frisch gebackene (mittelgroße=tellergroße) Pfannkuchen vom Fließband auf deinen Teller! Wooohooo! Ich hab an dem Morgen vier Pfannkuchen getränkt in Ahornsirup verdrückt! Mein Freund saß immer nur kopfschüttelnd daneben und aß seine Muffins.

Was uns etwas gewundert hat, war, dass man in den Hotels nur Styroporgeschirr und Plastikbesteck bekommen hat. Das war n bissl wie beim Camping, weil die man mit den Plastikmessern immer in bzw. durch den Styroporteller schnitt und sich an den Bechern mit heißem Tee oder Kaffee die Hände verbrannt hat. Nur bei Denny’s gab es richtiges Geschirr und Besteck.

Aso, das Amerikanische Breakfast ist nicht zu wechseln mit dem Continental Breakfast. Falls das in einem Motel oder Hotel angeboten wird, erwartet nicht zu viel. Am besten gar nichts. Am besten geht ihr gleich woanders frühstücken. Denn was da angeboten wird, kann nur als schlechter Witz verstanden werden. Bei uns gab es in Monterey Folgendes: mit Margarine gebutterte, vertrocknete Croissant-Hälften aus dem Supermarkt, halbierte braune Bananen aus dem Supermarkt, geviertelte staubige Muffins aus dem Supermarkt und, damit man den Spaß auch runterkriegt, kalter O-Saft-ähnlicher Sirup aus dem Supermarkt. Wir haben den Spaß nur einmal mitgemacht und dann nie wieder. Also, falls euch ein Continental Breakfast angeboten wird, schaut es euch an und dann geht woanders hin essen. Da hat sogar jeder Supermarkt ein wesentlich besseres Angebot!

Da geb ich lieber etwas mehr Geld aus und mir ein superduberyummy amerikanisches Frühstück bei Starbucks oder Denny’s . Die gibt’s fast überall an der Westküste. Ach, ich vermisse es schon.

So, ich mach mir mal was zu essen….

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