Goodbye San Francisco, Hello National Parks!

Bevor wir San Francisco endgültig verlassen haben, haben wir noch einen kleinen Abstecher durch den Sonntagsstau nach Twin Peaks gemacht. Das sind zwei kleine Hügel mitten in San Francisco, von denen man einen absolut megageilen 360 Grad Blick über die ganze Stadt, wenn nicht sogar die ganze Bay hat. Die Straßen dort rauf zu tuckern, ist auch schon abenteuerlich, bei 17 Prozent Steigung. Aber die Automatikkarren haben so eine Sperre drin, dass man an der Ampel nicht den Berg rückwärts wieder runterrollt: Man braucht keine Bremse, das Auto hält von allein. Echt unheimlich. Egal, nachdem man die kurvige Straße hoch gefahren ist, parkt man entweder rechts vor dem ersten Peak oder fährt auf links um die beiden Riesenantennen rum auf die ausgeschilderten Parkplätze.

Twin Peaks

Wir sind dann auf den ersten Peak hoch. Den Hügel kann man nicht verfehlen, weil es der einzige Hügel ist, den man sofort sieht. Der Twin Peak ist hinter diesem ersten. Und von da hatten wir bei strahlendem Sonnenschein einen super Ausblick auf die ganze Stadt, inkl. Golden Gate Bridge, Hafen, Downtown, Alamo Square, Uni, Alcatraz, Mission Dolores (wenn man ganz genau hinschaut) und all die kleinen bunten Häuschen.

Twin Peaks Downtown

Ich muss zugeben, dass ich echt ein bisschen traurig war, als wir über die Bay Bridge, die kleine Schwester der Golden Gate Bridge, gefahren sind und die Skyline der Stadt langsam verschwand. San Francisco und sein Meer sind einfach traumhaft. Wer von euch irgendwann mal an die Westküste kommt, muss da unbedingt hin. Ein Tag reicht schon, der euch überzeugt, doch noch länger zu bleiben.

Der Weg von San Francisco nach Yosemite ist echt easy. Man muss nur auf der Interstate 580 bleiben und durchfährt eine leichte Hügellandschaft mit gelbem Gras (jap, gelb), Windanlagen, vereinzelten Bäumchen, Rindern, Farmen und Mandelbaumplantagen. An vielen Abfahrten zeigen hohe große Schilder mehrere Einkaufszentren mit Outlet und/ oder Supermärkten, Tankstellen und Fastfoodketten an. Falls ihr also noch eine Pause oder Futternachschub oder ein Klo (gibt’s sogar in den großen Supermärkten) braucht, dann fahrt einfach ab.

I 580

I 580 2

Achtung: Die Ausfahrt von der CA 99 auf den Highway 140 nach Mariposa ist bis 31. Dezember 2015 gesperrt. Einfach die nächste Ausfahrt “Child Avenue” nehmen. Aber das Navi und / oder der Beifahrer sagen einem schon, wann man auf den Highway 140 abfahren soll.

Und dann fährt man durch eine Ebene mit wirklich gelben Gras, einzelnen Ranches mit kleinen Obstverkaufsständen, klapprige Farmen mit Rindern schnurstracks gerade aus direkt auf die Berge zu. Am strahlend blauen Himmel sind nu rein paar Schleierwölkchen und die Ebene wirkt fast endlich. Dann schraubt sich Straße die Hügel mit Felsen und kargen Bäumen rauf, bis man mitten in den grünen Bergen ist. Links und rechts sieht man versteckt oder am Straßenrand vereinzelt Schrotthäuser, Holzhäuser, Trailerparks. Aber meistens stehen nur verbeulte Briefkästen am Straßenrand.

CA 99 nach Oakhurst 2

CA99 nach Oakhurst 3

nach Oakhurst

Vista Point

Wir haben auch ein kleines Cafés, rot angemalt mit weißem Dachgiebel gesehen, mit angeschlossem Matratzensshop. Oder auch verlassene Tankstellen und in einer mächtig begrünten Einfahrt versteckte Inns oder schicke Häuser. Dazu tönt Country Music aus dem Radio, weil das der einzige Sender ist, der gescheit reinkommt, und der Sänger singt „Your Lips Taste Like Sangria“. Das scheint wohl grad der Hit zu sein, weil wir das Lied in der letzten Woche schon öfter gehört haben. Man kann der Straße nur folgen, abbiegen geht nur in Seitenwege, bis nach Mariposa am Westeingang des Yosemite Nationalparks. In dem Örtchen biegt man scharf rechts ab, und fährt weiter gerade aus, bis man in Oakhurst rauskommt.

Nachdem wir in unserer Kingsize Suite eingecheckt und erste Wegweisungen von Rezeptionistin bekommen hatten, sind wir noch mal “kurz” zur Mariposa Grove kurz hinterm Südeingang des Yosemite Nationalparks gefahren. Aus den angekündigten 20 min Fahrt wurden schnell 30, der Parkplatz war noch rappelvoll, aber die Leute verteilten sich im Gelände. Kaum angekommen, standen wir schon vor den ersten Sequoias, den Riesenmammutbäumchen. Wir wollten nur eine kleine Runde laufen, vor beim am Grizzly Giant zum Fallen Giant Tree. Allerdings haben wir es nur zum Tunnel Tree geschafft. Erstens, weil es schon dämmerte und wir wieder zum Auto zurück mussten, zweiten weil die Distanzangaben auf den Schildern wohl eher Pi mal Daumen sind, oder per Luftlinie, und man eh länger läuft und drittens die Wege nicht immer ganz so wie auf der Karte verzeichnet sind. Kurz: Unterschätzt nicht die Entfernungen! Und nachts sind auch keine Ranger mehr im Park. Und es soll Grizzly Bären im Park geben…

 Grizzly Giant

Deer Mariposa Grove

Tunnel Tree

Zurück am Auto haben wir gemerkt, dass wir dann doch zwei Stunden unterwegs waren, und wir sind nur eine Minirunde auf schneematschigen Wegen durch riesige Bäume gelaufen. Die Strahlen der untergehenden Sonne schienen durch die Zweige und Baumstämme, was ein echt schönes Lichtspiel gab. Eigentlich hätte man nach jedem Baum ein Foto machen können, aber dann hat man am Ende nur Baumbilder und kann die nicht mehr von einander unterscheiden und man kommt auch nicht vorwärts. Aber gigantischen Bäume um uns herum haben uns schon beeindruckt. Dabei war das erst Anfang von dem Nationalpark…

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