Einmal Anschlussflug in den USA bitte

Nichts leichter als das… Wir sind pünktlich am New York JFK gelandet und hatten gute 3 Stunden Zeit, um an das Gate unseres Anschlussfluges nach Miami zu kommen. Um die Geschichte schon mal abzukürzen: Wir waren ca. 1 Stunde vor Abflug am Gate C70. 

Einteilung zur Passkontrolle
Passkontrolle
Einreisekontrolle
Gepäckabholung und -abgabe
Sicherheitskontrolle
Gate und Sitzplätze

Einteilung zur Passkontrolle

Erstmal sind wir wieder ähnlich wie in LA ewig gelaufen, um an den US Custom Service, die Zollkontrolle, zu kommen. So 2-3 Gehminuten vorher werden die Passagiere in drei Gruppen eingeteilt: Diplomaten oder die US-Burger mit dem mobilen Pass, Bürger der USA und Kanada, und dann noch die VISA- und ESTA-Passagiere. Fein säuberlich getrennt läuft man dann am New York JFK in eine einzige riesige Halle mit zig Schlangen, die schön geordnet durch ein Labyrinth von provisorischen Gängen geleitet werden, in denen die Wartenden sich bewegen wie Perlen, die auf eine Schnur gefädelt werden. Mein erster Eindruck war: So ähnlich müssen sich die Einwanderer auf Ellis Island gefühlt haben, als sie in die grosse Halle kamen. Als Deutsche brauchen mein Freund und ich nur das ESTA-Dokument und den Reisepass, und sind daher aussen schön an der grossen breiten Warteschlangenmasse vorbei gelaufen. Bei den ESTA-Schlangen wurde in „allererstes ESTA-Verfahren ever“ und „wiederholtes ESTA“ eingeteilt. Wir haben extra nachgefragt, weil wir ja das zweite Mal mit ESTA in die USA einreisen. Gang D. 

Passkontrolle

Der führte durch zig Reihen bis zur automatischen Passkontrolle – wieder in de erste Hälfte der riesigen Halle, die wir schon passiert hatten, und hier mit den US-Burgern und Kanadiern zusammenlief. In der Mitte der Halle stehen etwa 60 Computer, an denen die Pässe kontrolliert wurden. Der Computer bietet zig Sprachen an, Deutsch gibt es auch, und dann man folgt einfach den Anweisungen auf dem Schirm: Erst wird der Pass eingescannt, dann die Finger der rechten Hand und dann macht man ein Verbrecherfoto. Ist man fertig, kann man weitere Familienmitglieder kontrollieren lassen. Sonst gibt es eine Quittung mit dem Verbrecherfoto drauf und geht es mit dem nächsten Passagier weiter. Mit dem Wisch, der aussieht wie ein Blitzerbild und dem Pass, haben wir uns in die Schlange gestellt, die am Anfang der Halle endete, also genau da, wo wir ursprünglich reingekommen sind. Nur weil jetzt Amerikaner, Kanadier und alle anderen, die mit ESTA unterwegs waren, da zusammen liefen, war die Schlange ewig, und zog sich schön in Links- und Rechtskurven schlingend, durch den vorderen Teil der Halle. Aber ich muss sagen, das ging trotz der vielen Menschen ratzfatz. 

Einreisekontrolle

Am Ende wird man eine Zollbeamten zugeteilt, der einen streng anschaut, das Passfoto mit der Wirklichkeit vergleicht und dann noch harschem Polizeiton diverse Fragen stelle: Was wir in den USA machen, wie lange, wohin, wie viel Bargeld wir dabei haben (max. $10.000 sind erlaubt), was wir arbeiten in welcher Branche… dann gab’s zwei fette Stempelklatscher in unsere Pässe und schon waren wir durch. Das Ganze hat nur etwa 1,5 Stunden gedauert. 

Gepäckabholung und -abgabe

Ja, in Amerika muss man sein Gepäck nach der Ankunft abholen und bei einem Anschlussflug dann wieder abgeben. Als wir zu unserem Gepäckband gekommen sind, stand das schon wieder still und unsere Koffer versammelten sich mit den armen anderen Koffern, die noch nicht abgeholt wurden. Wie so ein kleiner Zwergenwald standen die Dinger da. Wir ham sie uns voller Freude geschnappt und sind raus in die Eingangshalle und gleich dem grossen gelben Schildern „Connection Flights“ (Anschlussflüge) gefolgt. Weit brauchten wir nicht gehen, denn gleich links um die Ecke gab es ein paar Delta-Schalter, bei denen wir unsere Koffer für den Anschlussflug gleich wieder abgeben durften, weil sie schon mit dem Aufkleber versehen waren, auf dem Miami stand. 

Sicherheitskontrolle

Und dann hiess es nochmals laufen, laufen, aber nicht so weit. Wir musste ja nochmals durch die Sicherheitskontrolle, wie alle anderen Reisenden auch, die zu ihren Flügen wollten. Auch hier gab es endlos lange Schlängelgänge und immer wieder Beamte, die riefen, wir wollten weitergehen bzw. Auch unser Ticket und Pass bereit halten. Und wir liefen und liefen, wie Mäuse im Labyrinth der Maus vor uns nach. In einem Bereich kam uns ein Beamter mit seinem Drogenhund entgegen –  sie hat aber nicht angeschlagen. Irgendwann waren wir dann bei einem Sicherheitsbeamten, der unseren Pass und das Ticket kontrollierte und uns einer weiteren Schlange zum Scannen schickte. Das kannte wir ja und es hat nicht gepiepst. Kurz: Es war reine Abfertigung in einem Affentempo mit gelangwei…ähm, *ächem*, sehr routinierten Sicherheitsbeamten. 

Gate und Sitzplätze

Nachdem wir nun sauber durch alles durchgekommen sind, liefen und liefen wir in Richtung Gate C70, das sich nicht in dem jetzigen Terminal bei den B-Gates befand. Nach einer Rolltreppe nach unten warteten zwei Damen auf uns, die unsere Tickets überprüften und uns zum Shuttlebus schickten, der uns dann mit den anderen Passagieren zum Terminal mit Gate C70 fuhr. Und der erinnerte sehr an Berlin Tegel. Gut eine Stunde vor Abflug waren wir am Gate, wo wir unsere Sitzplätze bekommen haben (eine ganze 3er-Reihe für uns). Bei Delta-Anschlussflügen gibt es die immer erst am Gate und nicht vorher. Spart etwas Zeit. Das Boarding war das Gleiche wie in Zürich, nur weniger Chaos, und wir sind mit etwas Verspätung, weil Stau auf der Startbahn, in die Luft gekommen. 

Also falls ihr mal so einen Anschlussflug in den USA habt, unterschätzt nicht die Zollabläufe und Wege zum nächsten Gate. Das kann etwas dauern, auch wenn die Amis echt fix sind.

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