Immer weiter gen Westen

Das einzig schöne an unserem Plattenbaubunker in Panama City Beach war das Meerersrauschen zum Einschlafen und Aufwachen. Das ist wirklich etwas Besonderes für mich.

Panama City Beach

Trotzdem war ich echt froh, als wir wieder mit Sack und Pack im Auto sassen und gen Westen fuhren. Vorher hatte ich noch gegoogelt, wo es das nächstbeste Café mit richtigem Kaffee gibt und bin auf das Amavida Café in Rosemary Beach gestossen. Also ging es da hin. Und meine Fresse, war das schön da. Rosemary Beach ist ein schnuckeliger, sehr gepflegter Villenort direkt am Meer (natürlich nur privatem Zugang), mit Alleen in jeder Strasse und einfach nur zum Verlieben. Die Feriengäste hier sind entspannt im Badeoutfit unterwegs oder fahren mit türkisen Leihfahrädern durch die ruhigen Strassen. Und im Amavida Café gibt es echt guten Kaffee, frisch geröstet und gemahlen, mit französischen Backwaren. Sehr sehr lecker und mit kleinem Strassensitz, so dass man das Geschehen beobachten kann. Eine herrliche Idylle, die da vor einem passiert.

Scenic Highway C30
Rosemary Beach
Rosemary Beach
Rosemary Beach

Nach einem kurzen Rundgang ging es weiter gen Westen, immer am Scenic Highway C30 entlang, bis nach Grayton Beach, auch ein verschlafenes Badeörtchen mit Holzhäuschen im Grünen oder fetten Villen an der Seefront. Der Strand ist schneeweiss, die Wellen rauschen und das Meer ist dunkelblau mit türkisen Stellen. Bei unserem Besuch, an einem Samstag, haben die Einheimischen mit Truck direkt am Strand geparkt und dort ihr Lager mit Pavillon und /oder Schirmen und Strandstühlen aufgebaut. Wir haben uns etwas fernab von dem Fuhrpark unser kleines bescheidenes Picknickdeckchen mit Handtüchern ausgebreitet und sind dann erst mal in die Fluten.

Grayton Beach
Grayton Beach
Grayton Beach

Und OHOOO: Mein Freund war vor mir komplett in den Wellen, mit beherztem Sprung ging es in das flache, angenehm warme, erfrischende Nass und – hops – über die Wellen. Er hatte Megaspass, sich von den Wellen treiben zu lassen. Das Wasser war echt ein Traum, mit Salz. Der Wind wehte, das Salze klebte mehr und mehr auf der Haut, was sich aber erst später im Auto nahnah einer feinen weissen Schicht auf der Haut zeigte. Insgesamt war es einfach wunderschön an Grayton Beach. So haben wir ein paar Stunden am Strand rumgedöst, gelesen und nochmal geplantscht. 

Grayton Beach
Grayton Beach – Matschequalle
Grayton Beach

Beim Einpacken der Decken habe ich im Garten einer der Strandvillen hinter uns einen grossen Hund was jagen sehen, und dachte erst, er gehört zu den Besitzern der Villa. Bis mir aufgefallen ist, dass der Hund wie eine Katze aussah, eine sehr grosse Katze. Eher wie eine grosse Wildkatze oder ein Luchs. Lukas hat sie auch gesehen und im Endeffekt, glaube ich, war es ein Floridapanther, weil sie dem Tier ähnelte, das wir im Homossa Springs Wildpark gesehen hatten und sie wie ein Puma aussah. (oder es war halt doch eine sehr grosse Wildkatze)

Am Nachmittag mit all den anderen einheimischen Samstagsbadeplanschern weitergefahren sind, schön im Stau und teils Schritttempo, weiter gen Westen gefahren. In Pensacola haben wir nochmals einen Zwischenstopp eingelegt, weil mein Reiseführer meinte, hier gäbe es so tolle historische Häuser. Und Recht sollte er behalten: Wir haben im Historic District geparkt und gleich die ersten Häuser mit gusseisernen Gittern und historischer Feuerwehr davor.

Dann sind wir noch durch ein paar Strassen gebummelt, in denen jedes Haus süsser war als das andere. Hier herrschte eine friedliche, verschlafene Ruhe mit Dorfcharakter, so dass man gar nicht auf die Idee hätte kommen können, dass hier „Stadt“ ist. War’s aber. An den historischen Häusern waren dunkelbraune Tafeln angebracht, die das Jahr bezifferten. Meistens waren die Häuser vom Ende des 19. Jh. (Amerikaner haben ein anderes Verständnis von „historisch“ als wir Europäer), aber alle Häuser waren so schön, dass das mit dem Alter voll egal war. Sie hatten verzierte Borden an den Verandas, auf denen noch Schaukelstühle standen, mit Blick in den kleinen, gepflegten, teils bunt blühenden Vorgarten oder mit der amerikanischen Flagge davor. 

Pensacola war unser letzter Stopp in Florida, denn das ist die westlichste Stadt des Sunshine States. Für uns hiess es nach wunderschönen 3 Wochen Florida dann Baby, Bye Bye Bye and Sweet Home Alabama.

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