New York kostenlos

New York, the Big Apple, Weltmetropole – deren Türen sich mit dem nötigen Kleingeld leicht öffnen lassen. Aber manchmal sitzt das Geld halt doch nicht so locker. Oder nach einer langen Reise ist die Reisekasse etwas knapp. Oder aber beides zusammen: Man ist eben nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und freut sich, wenn es was für umme (dt. umsonst) zu sehen gibt. Und das geht auch in New York, der Weltmetropole. Jedenfalls hab wir Folgendes kostenlos gesehen:

High Line

High Line: Die still gelegte Bahntrasse wurde zu einem Park umgewandelt und führt oberhalb der Straßen von Midtown am Hudson River nach Süden bis Chelsea. Es ist nicht nur die andere Art von Park, die zum Bummeln einlädt, sondern auch die vielen Street Art Werke, die an den Häuserfassaden nahe der High Line gemalt sind, oder auch die Kunst, die in dem Park installiert ist.

Grand Central Station: Der riesige Hauptbahnhof ist nicht nur von außen Bombe, auch von innen ist er einfach atemberaubend. Sucht nach der Ticket Hall und da steht dieses kleine Tickethäuschen völlig verloren in der riesigen Halle. An der türkis-grünen Decke leuchten die goldenen Sternbilder und durch die hohen Fenster scheint die Sonne in Strahlen. Wenn ihr euch auf eine der Treppen stellt, könnt ihr euch das Ganze in Ruhe reinziehen!

Central Park: Das Herzstück zwischen Upper East und West Side, der größte Stadtpark Amerikas, in dem man sich viel zu schnell verlieren kann. Hier steht das Großstadtleben still und man kann hier wirklich zur Ruhe kommen. Es gibt hier so vieles zu entdecken, dass ein Tag fast nicht ausreicht. Der Central Park lädt zum Picknicken in der Skyline von Midtown ein. Und man kann immer wieder kleine Konzerte erleben. Echt cool.

Bryant Park

Bryant Park: Der kleine Park nur wenige Straßen vom Times Square entfernt, gleich neben der Nationalbibliothek, lädt zu einer entspannten Pause zwischen Hochhäusern ein. Es gibt hier kleine Buden und Sitzmöglichkeiten inkl. WLan.

Washington Square: Der Park direkt neben der Uni New York wimmelt nur so von (jungen) Menschen. Hier ist immer was los: Auf den Wiesen grillen Studenten, auf den Bänken kuscheln junge Paare, New Yorker führen ihre Hunde aus, Kinder rasen mit ihren Rollern über die Wege, Eichhörnchen erbetteln sich Futter von Sandwich essenden Touristen, Senioren spielen Schach und fordern sich gegenseitig heraus, Straßenmusiker spielen Klavier und andere halten die Füße in den Brunnen… Ein Besuch hier ist ein Muss.

Times Square: Der schmale Platz mit seinen überdimensionalen Reklametafeln und Leuchtwerbung ist ein echter Hingucker. Tagsüber ist hier nicht ganz so viel los wie abends, wenn der Times Square in allen Farben aufleuchtet und der Platz fast taghell wird. Hier kann man sich nicht nur an den riesigen Werbetafeln für Modemarken und Broadway Musicals satt gucken, sondern auch lustige Figuren beobachten, die Fotos mit Touristen erhaschen wollen. Wer mag, holt sich etwas in den umliegenden Supermärkten, bei Starbucks, Mäcces oder der leckeren Imbissbude mit argentinischen Leckereien was zu essen und setzt sich an einen der heiß begehrten roten Tische, die überall verstreut sind. Lasst den Trubel mal auf euch wirken. Und nachts erst!

Fifth Ave

Schaufensterbummel in der Fifth Avenue: Einmal wie Holly Golightly durch die Schaufenster von Tiffany’s an der Fifth Ave gucken, jap, das wollte ich machen, mit Kaffee und Croissant, wie im Film. Ja, ich bin n Freak, aber was soll’s, ich hab’s eh nicht gemacht, also das mit dem Kaffee und so. Dafür hab ich in die Schaufenster geguckt und bin auch in den Laden. Hammer! Aber Tiffany’s ist erst der Anfang der berühmten Fifth Avenue, an der sich die Crème de la crème der Haute Coiture aller Welt in extravaganten, riesigen Läden nebeneinander aufstellt. Nicht nur die Anzahl der Designerläden ist überwältigend, sondern auch deren Schaufensterauslagen. Das ist wahre Kunst. Und vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Aber gucken kostet nichts.

St. Patrick’s Cathedral: Eine der schönsten Kathedralen, die ich gesehen hab. Strahlend weiß steht sie zwischen riesigen dunklen Wolkenkratzern, gegenüber vom Rockefeller Center. Innen ist sie nicht nur erstaunlich hell, sondern hat auch wunderschöne Glasfenster, die in den Sonnenstrahlen bunte Lichtspiele  auf den Boden zaubern. Im Mai wurde die Kirche innen gerade restauriert und vieles wurde von Gerüsten verdeckt. Aber trotzdem war es atemberaubend. Vielleicht habt ihr bei eurem Besuch mehr Glück und seht die Kathedrale in ihrer vollen Pracht.

Rockefeller Center

Rockefeller Center: Der Wolkenkratzer im Art-Deco-Stil beherbergt alles: Büros, Geschäfte, Restaurants, das Top of the Rock, die Radio City Music Hall, die nbc (inkl. Fan-Shop) und die Tonight Show starring Jimmy Fallon. Die berühmte Eisfläche zur Weihnachtszeit wird im Frühjahr als Restaurant-Terrasse genutzt. Auf dem Platz vorm Haupteingang tümmeln sich Geschäftsleute und Touristen. Aber an den Brunnen gegenüber des Centers hat man einen schönen Blick auf das Gebäude und kann sich etwas entspannen.

Brooklyn Bridge & Brooklyn Bridge Park: Die älteste Brücke der Stadt lädt jederzeit zu einem Spaziergang ein und ist sehr beliebt bei den Touristen. Wer die schöne Brücke für sich haben will, sollte zur frühen Morgenstund herkommen. Wer in Richtung Manhattan läuft, hat immer die Skyline der Stadt vor sich. Wer es doch anders herum mag, kann auch in Richtung Brooklyn laufen. Egal, wie, es ist einfach faszinierend und der Ausblick traumhaft. Auch auf den Verkehr/ Stau unter euch. Seid ihr einmal auf der Seite von Brooklyn, schließt sich gleich der Brooklyn Bridge Park an. Hier könnt ihr entspannen, joggen, Basketballern zuschauen, grillen, Kinder auf den Spielplatz loslassen und die Aussicht auf die Brücke, Governor’s Island, den Hafen und Lower Manhattan genießen. Der Park ist übrigens bei den Locals (dt. Einheimischen) sehr beliebt am Wochenende und bei schönem Wetter… nichtsdestotrotz werdet ihr hier und da eine freie Bank finden.

East River State Park: Wer es noch weniger touristisch und eher einheimisch mag, der kann in den East River State Park in Williamsburg fahren. Gut, die Grünfläche hat so ihre Lücken, der wackelige Maschendrahtzaun und die Schuttbrocken laden jetzt auf den ersten Blick nicht so richtig ein. Aber wenn ihr das mal beiseite lasst und ganz runter zum Flussufer geht, dann habt ihr dort einen fantastischen Ausblick auf Manhattan, der auch nicht auf jeder Postkarte drauf ist. Wer sich traut, kann die Füße im East River abkühlen. Und selbst an sommerlichen Sonntagen ist es hier echt angenehm.

9/11 Memorial
Ground Zero: Die Gedenkstätte an den 11. September ist für jeder Mann frei zugänglich (das Museum 9/11 Memorial kostet $25 und ist absolut empfehlenswert!). Ich war besonders beeindruckt, dass man durch den Trubel von Lower Manhattan läuft, und dann an diesen Platz kommt, mit den zwei quadratischen Brunnen, die dort rauschen, wo einst die Twin Towers standen. Es herrscht hier eine friedliche Ruhe, keiner ist hektisch, keiner macht Lärm, alle sind in ihren Gedanken an den Tag, der die Welt veränderte. Wer zur Dämmerung herkommt, kann die beleuchteten Brunnen und das One World Trade Center bewundern, in den Glasfronten der umliegenden Hochhäuser sich die Lichter der anderen Wolkenkratzer und die untergehende Sonne spiegelt.

Trinity Church: Ein paar Straßen entfernt, in Richtung Süden, steht eine recht unscheinbar wirkende Kirche zwischen den Wolkenkratzern. Mit ihrer dunklen Sandsteinfassade geht die Trinity Church fast unter, würden davor nicht haufenweise Touristen stehen. Ein Besuch der Kirche lohnt sich: Allein die Tore der Kirche sind mit beindruckenden Schnitzereien verziert. Von Innen dem Besucher strahlt schlichte Eleganz entgegen. Wer jetzt nicht so der Kirchengänger ist, sollte sich trotzdem an der Trinity Church orientieren…

Börse

Wall Street: … denn gegenüber der Hauptforte der Kirche geht es in eine leicht zu übersehende kleine Gasse. Das ist die berühmte Wall Street, die mit so hohen Bauten einrahmt ist, dass hier kaum ein Sonnenstrahl an den Boden kommt. Die Börse ist nicht zu übersehen, weil viele Touris sie fotografieren und sie abgesperrt und stark bewacht ist. Wenn ihr die Wall Street bis zum East River lauft, habt ihr noch mal einen wunderschönen Blick auf Brooklyn und seine Brücke.

Börsen-Bulle: Der berühmte Charging Bull steht allerdings nicht in der Nähe der Börse oder gar in der Wall Street. Nein, das Bronzetierchen steht am Broadway, Ecke Morris Street, und ist nicht zu verfehlen, weil er in einer Traube von Touris verschwindet. Man sieht eher den Poppes und Schwanz als den Rest vom Tier.

Staten Island Ferry: Am östlichen Ende des Südzipfels von Manhattan steht ein großer Bau, der an einen Bahnhof erinnert. Durch dessen Tore strömen zahlreiche Pendler und Touristen, denn es ist die Ablegestelle der gelben Staten Island Ferry. Wer die Freiheitsstatue und Ellis Island nicht unbedingt aus der Nähe sehen muss, der kann mit dieser Fähre kostenlos bis nach Staten Island und zurück tuckern. So habt ihr auch noch eine schöne Hafenrundfahrt dabei, vorbei an den Wolkenkratzern von Lower Manhatten und Jersey, vorbei Liberty und Ellis Island sowie den Hafenkränen. Und dann könnt ihr noch die Skyline von Manhatten mit der Freiheitsstatue fotografieren. Cool?

Battery Park

Battery Park: Einige Meter von der Staten Island Ferry Ablegehalle entfernt ist der Battery Park mit einem Kriegsdenkmal an die Gefallenen im zweiten Weltkrieg und noch ein paar Meter weiter dem Clinton Castle, wo man sich Tickets für Liberty Cruises kauft. Wer das aber nicht möchte, kann sich in der gepflegten Ruine eines nie eingesetzten Forts umschauen. Da fühlt man sich wieder wie zu General Washingtons Zeiten. Außerdem gibt’s auch hier wieder einen tollen Ausblick auf die Stadt, den Hafen, Liberty und Ellis Island und Jersey. Genießt den Ausblick mit einem kleinen Picknick und entspannt euch beim Rauschen der Wellen, die gegen das Hafenbecken klatschen.

Pier 48: Und wer Lower Manhattan und Jersey City mal von der anderen (also westlichen Seite) fotografieren will, der kann zum Pier 48 in Greenwich Village gehen. Hier ist es sehr ruhig, selbst am Wochenende und man kann den Blick auf den Hudson River entspannt genießen. Touristen kommen nur vereinzelt her. Bei unserem Besuch hingen die Hochhäuser in Wolken, das sah sehr gespenstisch aus.

Williamsburg

Urban Street Art: Für Liebhaber von kunstvollen Straßengraffitis oder anderen Installationen ist New York ein kleines Mekka. Eigentlich wollte mein Freund eine Tour mitmachen, die wir aber aus Zeitgründen nicht hingekriegt haben. Aber das ist in New York eigentlich kein Ding, denn wer vor allem  in der Lower East Side, im East Village und Williamsburg mit offenen Augen durch die Gegend läuft, der wird schnell fündig. Wir haben an einem Nachmittag einiges gefunden. Auch entlang der High Line findet ihr einige schöne Sachen. Daher Augen auf und viel Spaß bei der Suche.

Für Sportgucker: Amerikaner, die keinen Sport machen, gibt’s ja nicht. Sie joggen, surfen, skaten oder spielen Football, Golf, Squash und Basketball. Wer in New York mal sehen will, wie richtiger amerikanischer Basketball geht, der findet zum Beispiel in Greenwich Village oder am nördlichen Ende des Brooklyn Bridge Parks Basketballplätze, wo sich Einheimische treffen, um Körbe zu werfen. An den Zäunen versammeln sich gern Schaulustige, egal ob einheimisch oder nicht, um die Spieler anzufeuern. Neben den Basketballplätzen findet ihr auch Squash-Plätze und da hauen sich die Spieler schön saftig die Bälle um die Ohren, dass es beim Zugucken fast weh tun. Aber auch Liebhaber des europäischen Fußballs kommen auf ihre Kosten: Am East River State Park gibt’s einen kleinen Fußballplatz, auf dem sich Teams am Wochenende zum Spiel treffen. Hier sind die Zuschauerränge frei, weil keiner der Locals wirklich zuguckt.

Na, wer erkennt's?!

Für Filmfreaks:  Ich werd jetzt hier nicht jede einzelne Filmlocation aufzählen, die man kostenlos in New York besichtigen kann… Das geht dann doch etwas zu weit. Aber hier sind ein paar, die wir gesehen haben. Wer noch mehr sehen will, der kann ja Miss Google fragen, die gibt dann genaue Auskunft.

  • friends: Das Haus, in dem Monica, Rachel, Chandler und Joey wohnen, findet ihr im East Village, 101 Bedford Street, da an der Ecke. Die rote Markise vom Restaurant gibt’s immer noch.
  • Ghostbusters: Die Feuerwache findet ihr auch im East Village/ Tribeca, 12 N Moore Street.
  • Katz’s Delicatessen: Der Laden, in dem Meg Ryan in „Harry & Sally“… naja, ihr wisst schon. Das Lokal findet ihr 205 E Houston Street, direkt an der Ecke.

Dann gibt’s da noch den Central Park, Grand Central Station, den Times Square, Tiffany’s, Staten Island inkl. Fähre, die Brooklyn Bridge, Penn Station und und und…

So, das war’s für die kostenlose Dinge, die wir in New York erlebt haben. Und das war jetzt wirklich der letzte Beitrag zu unserer ersten Amerikareise. Glaube ich. Denke ich. Naja, wenn nicht, ist es ja auch nicht so schlimm, ne?

 

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